Fashion-Lounge

Saisontrends im Kaiser S1

 

 

 

Was ist in dieser Herbst-Winter-Saison in der Herrenmode gesetzt? Wohin geht es und was sind die Trends? Patrick Mazurek, Filialleiter und Einkäufer im Kaiser S1 Trendfashionhaus nimmt uns mit auf die Reise und erläutert im Gespräch die modischen Neuigkeiten der Szene. Die gute Nachricht gleich vorn heraus: Es bleibt betont lässig und es wird wieder kerniger, das lässt sich doch schon mal gut an.

Lieber Patrick, nimm uns mit auf ein Up-date; was gibt es aktuell Neues in der Männermode zu sehen? PM: Sagen wir so, es kommt nichts absolut bahnbrechend Neues, es setzen sich viele Themen fort und entwickeln sich weiter. Carmouflage, Military, Oldschool und Retro begleiten uns schon eine Weile, wir werden jetzt neue Interpretationen sehen und bedingt durch den Saisonwechsel auch ergänzende, wärmere Materialien. Ein durchgreifender Silhouettenwechsel zeichnet sich derzeit nicht ab, aber die Tendenz zu weiten, entspannten Schnitten bleibt bestehen, wir haben uns an die Bewegungsfreiheit gewöhnt.

Es geht also weiterhin lässig zu? PM: Absolut - Easychic und Antifits sind weiter auf dem Vormarsch, es geht um den Tragkomfort und die Alltagstauglichkeit. Hier hat die Sport- und Funktionsbekleidung starke Impulse gesetzt. Gefragt ist ein urbaner, selbstbewusster Look, der bequem ist und als gut angezogen gilt, die Grenzen vermischen sich dabei immer mehr. Jetzt kommen viele Hybride, die stark von Streatwear und von Wohlfühlcharakter geprägt sind. Und es gibt viele Neuauflagen, die Erinnerungen wecken, beispielsweise Sweat, Jersey und Flanell.

Sind es dann vorderhand neue Passformen oder haben sich die Stoffe spürbar verändert? PM: Beides spielt ein Rolle, die Looks werden neu belebt und die Materialqualitäten sind weiter entwickelt worden, sie sind angenehm auf der Haut, bewahren Form, aber passen sich dem Körper an. Auch das ist eine Folge des Crossover-Mix. Ein Sweater und eine edle Flanellhose bieten jetzt ein gepflegtes Outfit, das für Freizeit und Business gleichermaßen geeignet ist. Die Flanellhemden in den neuen Formen kommen aus der Casual Ecke heraus und sind dank ihrer Eleganz auch ideal für das Geschäft. Sweat ist ein Riesenthema, das Sweat-Shirt ist der neue Pullover.

Ist das auf die Einflüsse von Statementshirts und Athleisure zurückzuführen, die diesen Sommer so stark waren? PM: Sicher nicht nur, aber auch, ich habe es eingangs schon erwähnt, das Bedürfnis nach lässiger, unkomplizierter Kleidung ist in allen Generationen angekommen und das zeichnet sich über alle Stilrichtungen ab. Wir kaufen heute anders ein und denken auch anders, wir möchten das, was uns gefällt, immer tragen und trennen Business und Freizeit nicht mehr so stark wie es früher der Fall war.

Bleiben wir bei den Materialien, die kühleren Tage kommen, wie sieht es bei den Herren mit Wolle und Strick aus? PM: Da hat sich in der Tat eine Menge bewegt, Oversize und grobe Maschen sind jetzt häufig zu sehen und die Qualitäten trotz griffiger Oberflächen angenehm leicht, da kratzt und juckt gar nichts mehr. Wolle in Wolle wird weniger, es sind jetzt eher Gemische. Wolle mit Baumwolle oder auch sehr schöne Wolloptiken. Länger geschnittene Cardigans zu T-Shirt und Jeans oder kastige Schnitte, Extralarge setzt sich weiter durch, taillierte V-Neck-Pullover und Skinny-Jeans geraten ins Hintertreffen. Rundhals und lockere Hosen haben sich etabliert, ob elegant im 20-er Jahre Stil, als lässig-weite tapared loose fit Jeans oder als Joggpant.

Was wird darüber getragen, was ist zu Jacken und Mänteln zu sagen? PM: Parckajacken in allen Formen und Varianten bleiben ein Thema, Bomber und Lightdaune sind out. Wer den Mantel gern hat, kommt wieder voll auf seine Kosten. Bei den Schnitten, in den Materialkombinationen und in den Details. Ob lang oder kurz, mit oder ohne augenfällige Akzente, der Mantel ist wieder absolut en vogue und erlebt eine Renaissance.

Zusammengefasst auf den Punkt gebracht - was ist das modische Fazit der Zeit?
 PM: Es wird wieder maskuliner und es gilt wie immer, die Mischung machts, High-Fashion-Pieces und einfache Teile, geschickt kombiniert, das ist das Geheimnis guten Stils. Bei uns geht ohnehin sicher niemand durchgestylt in einem All-over-Look aus dem Haus, das entspricht nicht unserer Philosophie. Grundsätzlich geht es immer um die Nuancen und um die Brechungen, um die eigene Interpretation, die zur Persönlichkeit passen. Das ist es, was wir unseren Kunden vermitteln und zeigen möchten.

Bei allem bleibt das S1 als Trendfashionhaus positioniert? PM: Das ist richtig, wir möchten zeigen, wohin die Mode geht und was international gespielt wird, aber alles, was wir zeigen, hat eine gewisse Halbwertszeit. Es ist top-aktuell, aber weit mehr als eine Saison zu tragen. Hier möchten wir überraschen und Spürsinn beweisen, mit ausgesuchten Kollektionsteilen, die das Potenzial zu langlebigen Alltagsbegleitern haben und immer wieder anders zu tragen sind. Die Modewelt dreht sich immer schneller, der tradierte Rhythmus wird dem kaum mehr gerecht. Wir möchten für unsere Kunden eine Welt schaffen, in der sie sich darauf verlassen können, in der sie gute Beratung, nette Menschen und ausgesuchte Kleidung finden, die es so nicht überall gibt.


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