Kaiser Bühne

Blickpunkt Milano

Paris, London, Mailand: Christian Frei, Einkäufer des Kaiser Herrenhauses ist in der Welt der Mode und auf den Straßen der internationalen Metropolen zuhause. Unlängst war er in Italien unterwegs und hat dort Schauen und Stores zur Inspiration für das eigene Business besucht. Er berichtet uns im Gespräch, was aktuell in der Herrenmode geht und was in der neuen Herbst-/Winter-Saison kommt.

Christian Frei (links), Einkäufer Kaiser Herrenhaus

Lieber Christian, es ist wie immer, wir starten in´s Frühjahr, du bist gedanklich schon wieder einen Schritt weiter. Nimm´ uns ein Stück weit mit auf die Reise, was wird uns ab September/Oktober beschäftigen?  CF: Es wird im Grunde eine mehr oder minder konsequente Fortsetzung der Themen sein, die uns bereits seit geraumer Zeit begegnen. Fashion Function, Athleisure und Easylook werden ebenso weiter gespielt wie die Gegenbewegung, der Retrolook. Dabei geht es ganz stark um die Materialität und den Komfort. Das ist nicht zuletzt eine logische Konsequenz des aktuellen Lifestyle-Gefühls. Der Kanon fit, beweglich, dynamisch begleitet uns immer mehr durch den Alltag, wir sind mobil und viel unterwegs - und wir sind anspruchsvoll geworden, wir möchten uns gut angezogen und dabei wohl fühlen.

Ist lässig-leger bzw. smart casual das modische Statement der Zeit? CF: Ich denke, es geht um das gute Gefühl und um die Aussage, zeitgemäße Kleidung muss unkompliziert und stylisch zugleich sein. Atmungsaktive, leichte Stoffe mit hohem Stretchanteil, knitterfrei und pflegeleicht - da hat die Basic-, Casual- und Businessmode viel von der Sportswear gelernt und für sich perfektioniert. Gleichzeitig haben sich die Grenzen gelockert, der Parka mit getapten Nähten oder auch der weiße Sneaker gehen heute problemlos in der Freizeit und im Büro.

Mit anderen Worten, das Stilempfinden prägt sich aus, der Look wird aber zunehmend bequemer?   CF: Es geht entspannt und absolut unkonstruiert zu, der Look wird warm und natürlich. Das zeigt sich im Winter speziell bei den Mänteln. Die Stoffe sind voluminös, aber wunderbar leicht, die Formensprache verträgt sich sehr gut mit lässigen tapered Jeans oder auch einem coolen Statement-Strick. Ein Doppelmonk oder die Sneakers dazu, edel oder sportif, beides geht auf. Das Styling ist unaufgeregt, aber absolut angezogen, das ist eine sehr gelungene Interpretation von Easychic. Es geht weiter in Richtung Casualisierung. 

Bevor wir gleich in den Winter gehen, wie sieht es für die Übergangszeit aus?  CF: Die klassische Übergangszeit wie früher gibt es so ja heute kaum mehr, die modische Antwort darauf sind viele transsaisonale Entwürfe. Materialien wie Nylon, Mash, Neopren oder Leichtdaune. Das wird in vielen Kombinationen zu sehen sein und uns noch lange begleiten.

Du kommst jetzt gerade aus Mailand zurück, wie hast du es dort auf der Messe und in der Stadt erlebt?  CF: Mailand ist etwas ganz Spezielles, Italien funktioniert deutlich anders als Skandinavien oder Frankreich. Die Mode zeigt sich wesentlich verspielter und ideenreicher, die Schnittführung und die Schnitttechnik sind einfach perfekt. Hier werden keine Trends im klassischen Sinne gemacht, hier werden Werte und Traditionen gelebt, das spiegelt sich in allen Bereichen. Allein schon, wenn man nur die Menschen anschaut, die dort unterwegs sind, auf den Messen oder auf den Piazzas. Hüte, Sonnenbrillen, Einstecktücher, Westen und Taschenuhren mit imposanten Ketten - da wird alles ausgespielt, es ist lebendig, quirlig und bunt. Mann trägt Farbe, man ist gerne sinnlich. In Berlin ist das anders, Berlin gibt sich cool, tough und straight, verrucht und verratzt.

Sagen wir, Berlin ist Streetwear, Italien ist Dandy und Bohemianstyle?  CF: Wenn man polarisieren möchte, könnte man das so sagen. Italien repräsentiert Farbe, Stil und Fröhlichkeit, Berlin ist eben viel Schwarz und Grau, auch in den Styles. Da bin ich persönlich in Florenz am perfekten Ort, da ich aus der Konfektion komme und ein Faible für Anzüge habe. Die Italiener bringen die Individualität für mich auf den Punkt und das zeigt sich unübersehbar im Umgang mit den Accessoires. Sie bringen Dynamik in die Looks und entscheiden darüber, wie er in seiner Gesamtheit wirkt.

Was hast du weiter für dich mitgenommen, welche Bilder hast du im Kopf?
  CF: Mich hat die Detailliebe beeindruckt, die Mode lebt ja von den kleinen Besonderheiten. Das heißt in Italien nicht Viel-Viel, sondern: Sehr speziell. Die Cohen Jeans mit Ponyfell und Silberknopf am Label, die Hose in Rosenwasser gewaschen, die gebrannten Farbtöne, diese Intensität von Orange, Rot und Braun bei Brunello Cucinelli, das ist Outstanding, das ist einfach sehr gut gemacht. Und als Inspirationsquelle der Corso Como - das ist einer der ersten Concept Stores überhaupt, da gibt es einfach alles, Bars, Galerien, Musik, Bücher - und Mode natürlich, das ist Lifestyle pur. 

Von der Sonne Italiens motiviert für den Frühling? Letzte Frage - auf welches Outfit kannst du derzeit nicht verzichten, was sind deine aktuellen Favoriten und hast du vielleicht spontan noch einen persönlichen Tipp? CF: Da schlagen grundsätzlich zwei Herzen in meiner Brust - das eine für die klassische Konfektion, das andere für den sportlichen Look, soft und easy, unschlagbar bequem. Ich liebe meinen Anzug in Tintenblau, dazu ein cleanes, weißes Hemd und ein schöner Gürtel. Die Farbe setzt Akzente und macht gute Laune, es ist eben kein klassisches Dunkelblau, sondern eine Nuance heller. Wenn draußen die Sonne scheint, machst du den Kleiderschrank auf und freust dich darauf, diesen Anzug zu tragen. Jeans mit Destroyed Touch, etwas heller gebleached, cooles Shirt drauf und weiße Sneaker - das ist die andere Seite - und das geht gut kombiniert mittlerweile eigentlich immer. Mein Tipp ist eine direkte Einladung: Wer Freude hat, Neues auszuprobieren und die verschiedenen Facetten seines Typs auszuspielen, sollte unbedingt einen Termin für ein Personal Shopping bei uns im Haus machen. Das kostet nichts - und die Zeit ist garantiert gut investiert.

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